Donnerstag, 4. August 2016

California - you had me at hello




Ich leide akut unter Fernweh. Vielleicht, weil ich das Meer gesehen habe. Das warme Meer – keine Ost- oder Nordsee. Das Meer mit Palmen. Ich hatte es zwar nicht vergessen, aber ich blieb viel zu lange fern. Und was hab ich davon: Fernweh...
Anfang August also schon. Wir haben schon Anfang August?! Was mit der Zeit geschehen ist, weiß ich genau. Umso erschreckender kommt es mir vor, dass ich Anfang/Mitte Mai am Meer war. Nicht einfach nur dort. Ein Roadtrip von San Diego nach San Francisco mit einer Woche Silicon Valley. Und weil ich momentan als Abendlektüre eine Reihe Fernweh-Blogs lese, blieben meine Gedanken in Kalifornien hängen. Warum anderen zuschauen, wenn in meinem Archiv selber noch Fotos liegen.

Also los: Fast drei Wochen Westcoast lassen sich nur schwerlich in einen Blogpost verpacken. Aber ich probiere es mit einer Kurzfassung, Bildern, Links und einer Karte. Fangen wir doch am Anfang an...


















 ...und der war in San Francisco. Nach einem Schock (bucht niemals ein Hostel auf der Ellies Street!) wurde die Stadt erkundet. Zwei Tage waren dafür geplant bevor es nach Palo Alto ging.
Nach den ersten Folgen Full House war ich immer der Überzeugung, dass amerikanische Städte aus engen Häusern und steilen Straßen bestehen. Der Irrtum klärte sich zwar lange vor meinen anderen USA-Besuchen auf. Aber endlich zeigte mir diese wunderschöne Bay-Stadt, warum sie so viele fasziniert. 


Straßen gehen steil hoch und runter, Häuser stehen eng aneinander und dann hatten wir auch noch das Glück, die Golden Gate Bridge ohne Nebel bestaunen zu dürfen.
Mit Hip-Hop-Sound im Auto ging es über die Brücke an einige Aussichtsstellen, nach Sausalito und zum Sonnenuntergang zum Golden Gate Park an den Strand. California, you had me at hello!






Nach einer Woche im Valley (das lest ihr hier) ging es zurück ins mittlerweile verregnete San Francisco. Ab in den Flieger, raus in die Sonne: Da sich die Sonne in San Francisco verstecken wollte, mussten wir ihr hinterher - also runter nach San Diego. Wir mussten die Route so planen, weil unser Rückflug von San Francisco ging. Aber das war schon gut so. 
San Diego hatte es verdammt einfach. Wir kamen aus San Francisco, dort regnete es am letzten Tag und Zuhause in Köln ließ die Sonne das Thermometer um einiges höher steigen als in San Francisco. Dann stiegen wir aus dem Flugzeug, fuhren ins Hostel, das direkt am Strand lag, gingen zum Meer, sahen mal wieder einen Sonnenuntergang...








... Der Vorteil von San Diego war ein Nachteil für LA. Entweder man liebt diese Stadt oder hasst sie. Ich hasste sie und war froh, nach einem Tag dem Dreck und Lärm entfliehen zu können. Kalifornien ist eine Traumwerkstatt. So viele Orte sind Schauplätze für Filme – und dann steht man im hollywood-geschichtsträchtigen Los Angeles und kommt sich wie in einem falschen Film vor.  
Was ich wirklich mochte, war der Grand Central Market in Downtown. Eine Food-Halle wie im Traum eines jeden Foodies. Ich war super froh, endlich eine bezahlbare und gute Avocado zu finden und snackte sie am nächsten Morgen glücklich beim Frühstück. Mein Snack in der Foodhalle musste dagegen etwas kräftiger sein: Ich wählte ein Pastrami-Sandwich, weil am Stand mit den Tacos viel zu viel los war. Das Sandwich war unglaublich lecker - salzig und ziemlich fettig. Nachdem ich übrigens fast drei Wochen Fast Food gegessen habe, stieg ich zu Hause auf radikal-gesund über und nahm eine Woche nur Salat und Smoothies zu mir!
Von Downtown ging es zum Rodeo Drive, durch das Viertel mit der PLZ 90210 und zum Griffith Observatory. 
















Die schönen Ecken fanden wir am Stand: Venice Beach, Santa Monica und Malibu lohnten sich deutlich mehr. Klar, viele Irren in Venice, viele Menschen am Pier und viel „Two and a half Man“-Klischee in Malibu. Aber wie könnte ich ein böses Wort über Malibu verlieren, wo dort bei (mal wieder) einem Sonnenuntergang 7 Wale, Robben und Delfine auf uns warteten. 


Weiter ging es nach Santa Barbara und plötzlich hatte ich das Gefühl, in Spanien zu sein. Überhaupt prägen die mexikanischen Einflüsse die Westküste extremer, als ich dachte.  
In Santa Barbara blieben wir zwei Nächte, feierten einen schönen Geburtstag, haben gut und lecker gegessen und getrunken, waren ein wenig shoppen und fanden endlich ein Café mit gutem Kaffee! Es war sogar eine Rösterei, die ich unten in meinen Tipps näher beschrieben habe. Was sich nicht geändert hat: Die Amerikaner können keinen guten Kaffee kochen und die Hotels und Hostels haben furchtbares Internet. Wenn ich zu Starbucks pilgere, heißt das schließlich was - aber dort gab es Kaffee und gutes WLAN...

Von Santa Barbara ging es über den schönsten Küstenabschnitt nach Monterey.

Links Meer, rechts Berge, vorne der Highway One. Wir bestaunten den Wasserfall am Big Sur, das türkise Meer, lagen am Pfeiffer Beach, sahen Robben, aßen einen Bagel nach dem nächsten. Und dann kam dieser wunderschöne Sonnenuntergang, den wir auf dem 17 Mile Drive zur Abwechslung im Auto sahen und versuchten, der Sonne hinterher zu fahren. 



Nach zwei Übernachtungen in Monterey war dann plötzlich Schluss. Zurück nach San Francisco, die letzten Kilometer über den Highway One, das letzte Mal das Meer, zum letzten Mal einem Wal gewunken. Plötzlich saßen wir nicht in Kalifornien, sondern in Frankfurt in einem Starbucks und warteten auf den ICE.















 Das war die extreme Kurzfassung – ein paar Foodie-Tipps habe ich hier gesammelt:

-       Smitten Ice Cream: Ich wählte Erdbeer mit weißem Balsamico. Alter Schwede war das gut! Ich probierte bei den anderen Caramel und Minze mit Cookies. Auch lecker!
Die Adresse: 432 Octavia St #1a, San Francisco, CA 94102
Das Viertel lohnt sich sowieso zu besuchen, da es Künstler-Flair verbreitet und Concept-Stores bieten wie ich sie noch nie gesehen habe.
-       Santa Barbara: The French Press: Endlich guter Kaffee! Yes! Eine Rösterei! Kein Starbucks, kein verwässerter Filterkaffee! Es wurde direkt ein Paket mit nach Hause genommen, um den Flat White auch mit der Maschine vom Papa machen zu können.
Die Adresse: 1101 State Street, Santa Barbara, CA 93101
-       San Diego BBQ House: Nicht nur, weil das BBQ House direkt am Hostel lag, waren wir gleich zweimal dort. Es war verdammt lecker und dort hatte ich meinen einzigen Corndog in dem Urlaub. BBQ, Rippchen, Burger, Maiskolben, Cold Slaw  und dazu nicht weit vom Beach entfernt.
Die Adresse: 5025 Newport Ave, San Diego, CA 92107   
-       Grand Central Market LA: In Los Angeles gab es tatsächlich etwas, das ich ziemlich fancy fand: Eine Foodhalle. Meine Wahl fiel auf ein Pastrami-Sandwich. Das Fleisch war unglaublich gut und zart. Die anderen in der Gruppe hatten Pizza, die ebenfalls sehr lecker aussah und zur Abwechslung einen dünnen Boden hatte.
Die Adresse: 317 S. Broadway, LA, CA 90013
-       Fish and Chips in San Francisco: An der Fisherman’s Wharf bieten sich viele Fisch-Restaurants an. Wir sind einem Tipp im Reiseführer gefolgt und zu „The Codmother Fish and Chips“ gegangen. Fettig, aber wirklich empfehlenswert! Dort sitzt man zwar nicht am Hafen, sondern vor einem Foodtruck, aber auch das hat Charme. 
Die Adresse: 496 Beach St, San Francisco, CA 94133



Und dann gibt es noch unsere Route: 







Vielleicht werde ich ein paar Geschichten, Tipps oder Erlebnisse immer mal wieder einfließen lassen. Wer Fragen hat, darf gerne einen Kommentar da lassen oder eine Mail schicken... das wesentliche aber erzählen diesmal die Bilder - und davon gibt es noch mehr auf Pinterest.



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