Samstag, 28. Mai 2016

Zitronen-Hähnchen-Keule mit Tomate und Ahornsirup





Wenn das Abendessen die Work-Life-Balance rettet 


Da ist sie wieder: Die Frage nach der sogenannten Work-Life-Balance.
Stellen wir uns das Semester in einer Matrix vor: x = Zeit, y = Aufwand. Erst geht die Kurve negativ, da die Zeiten vor dem Kiosk an der Uni-Ecke den Schnitt nach unten senken. Erreicht sie nach einiger Zeit wieder den positiven Bereich, geht sie steil nach oben. Die Korrelation: Es häufen sich nicht nur die Coffee-to-go-Ausgaben, sondern auch die schlechten Mahlzeiten.
Die Bredouille Mensa-/Kantinenverweigerer und gleichzeitig Stressesser zu sein, setzt eine gute Planung voraus. Meistens weiß ich montags schon, was ich freitags essen möchte. Oder plane, dass ich dienstags eine Portion mehr koche, die ich donnerstags esse (ein Tag Abwechslung muss sein). Für die Überlegung eignet sich übrigens die Fahrt in der Bahn, die Verspätung der Bahn oder die Laufrunde...





Work-Life-Balance. Wo bleibt sie an Tagen, an denen nicht an Freizeit zu denken ist? Beim Essen - sage ich. Viele Gerichte schmecken abends warm, mittags dafür kalt oder aufgewärmt – so wie Hühnchen, Nudelsalat, Reispfanne, ... Teilweise lassen sich die Zutaten leicht umwandeln und veränderte Gerichte entstehen. Oder wenn abends ein Glas Wein passte, schmeckt mittags Kefir viel besser. 
Auf ruhige Tage, folgen manchmal stressige. Da muss mit der Balance getrickst werden. Hier kommt nämlich ein ziemlich gelungenes Work-Life-Balance-Gericht: Zitronen-Hähnchen.






Das Rezept:

2 Hähnchenkeulen
1 Bio-Zitrone
Öl
Salz
Pfeffer
Chiliflocken
Thymian
Ahornsirup
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
Kleine Tomaten
Süßkartoffel(n)

Für die Hähnchen zwei Plastikbeutel bereit legen. Jeweils 3 El Sonnenblumenöl, eine gute Prise Salz, Pfeffer und Chiliflocken in die Tüten geben. Die Zitrone waschen, Schale fein abreiben und große Schalenstücke klein schneiden. Mit dem Hähnchen ebenfalls in die Tüten geben, gut verschließen und durchkneten. Die Päckchen im Kühlschrank ein paar Stunden aufbewahren. Wer mag, kann eine Knoblauchzehe, geschält aber nicht gehackt, mit in den Beutel geben (aber das musste für mich nicht sein).
Ofen auf 200 Grad vorheizen.
Hähnchen aus den Tüten befreien und das Öl leicht abtupfen. Mit Thymian, einer weiteren Prise Salz und Pfeffer würzen und in einen Bräter legen. Einen Teelöffel Ahornsirup auf die Hähnchen geben. Eine Schalotte und eine Knoblauchzehe halbieren und mit der in Scheiben geschnittenen Zitrone in den Bräter geben. Deckel drauf und ab in den Ofen. Nach 15 Minuten Bräter rausholen, angesammeltes Fett ablöffeln, mit Ahornsirup und Öl beträufeln. Das nach weiteren 15 Minuten wiederholen und anschließend die Tomaten hineinlegen. Weitere 15 Minuten braten lassen. Wenn sich das Fleisch leicht vom Knochen löst, sollte das Hähnchen gut sein.
Die letzten 30 Minuten habe ich die Süßkartoffel mitgebacken. Diese waschen, in Scheiben schneiden, auf ein Backblech legen, mit Öl und Salz beträufeln.

Für den Salat:
Blattsalat
Tomaten
Gurke
Mozzarella
Avocado

Oder einfach: Was der Kühlschrank so hergibt!


Das Dressing habe ich aus Olivenöl, Balsamicoessig, Ahornsirup, Salz und Pfeffer gemixt.



Hühnchen zu hell, Süßkartoffeln zu dunkel? Nein. Die eine schwarze Süßkartoffel war tatsächlich von einer Seite verkohlt, die andere Seite dafür gut. Das Hähnchen war durch, nur die Haut nicht knusprig – aber die esse ich sowieso selten mit und deshalb war mir das schnuppe.


Mein Tipp: Abends den Salat vorbereiten (außer die Avocado). In einer verschlossenen Dose bleibt es frisch, wenn ein Stück nasses Küchenkrepp den Salat bedeckt. Das Hähnchen ebenfalls am Abend vom Knochen zupfen, separat in einer Dose aufbewahren. Dressing vorbereiten.
Am nächsten Morgen habe ich nur noch die Avocado zum Salat gegeben, das Hühnchen darauf drapiert und mit dem Dressing eingepackt (das kommt frisch drauf). Am Abend 8 Minuten, Am Morgen 2 Minuten.


Stylisches Anrichten entfällt morgens - ist ja sowieso in einer Dose verpackt...

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