Samstag, 23. April 2016

Spring-Vibes: Süßkartoffel-Kumpir mit grünem Spargel





Schon wieder Rummel und Hype um einen Laden in Köln. Dieses Mal wegen Fritten. Fritten sind aber auch einfach geil. Ab und zu die Erfüllung kulinarischer Träume. Dazu nicht #lowfat, nicht #healthy oder #superfood. In diesem Fall zwar #organic oder so, aber den Hype um eine Neueröffnung vom Frittenwerk kann ich gut verstehen. Schließlich habe ich in der besten Frittenbude im Kreis Aachen gearbeitet.
So musste ich letzte Woche etwas auf der Breite Straße besorgen. Mein Frühstück war nicht lange her, Hunger hatte ich nicht – doch plötzlich Lust. Da zog dieser Geruch durch die Straßen. Ich erledigte meine Besorgung, um voller Tatendrang und mit schlechtem Gewissen das Frittenwerk anzusteuern... und zu sehen, dass sich die Menschen bis weit aus dem Laden auf die Straße schlängelten.
So viel Zeit hatte ich dann doch nicht. Mein Tatendrang und damit mein schlechtes Gewissen lösten sich auf. Dabei wollte ich doch nur Sweet Potato Fries.






Die Lust auf Süßkartoffel verging nicht. Und so machte ich am nächsten Tag eine Kumpir. Dazu musste ich lediglich die Süßkartoffel kaufen, denn alles andere hatte ich noch im Kühlschrank. Resteverwertung gehört zu meinen Stärken. Immer wieder wird gepredigt, es werde zu viel Essen weggeworfen. Dabei gibt es zwei Seiten. Die eine macht es nicht gerade einfach, kein Essen wegzuwerfen.
Supermärkte zwingen die Kunden meistens, große Pakete zu kaufen - wie ein Kilo Kartoffeln oder ein halbes Kilo Möhren. Oder eine große Tüte Milch, weil die kleinen im Verhältnis teurer sind. Zwar ist Deutschland noch weit von amerikanischen XXL-Verhältnissen entfernt, wer aber keinen Bauernhof, Gemüsehändler oder Wochenmarkt um die Ecke hat, hat einfach Pech.
Genau das ist die andere Seite. Wer hat einen Bauernhof, Gemüsehändler oder Wochenmarkt um die Ecke und geht nicht hin? 

Mein Drang, nicht so viel Essen wegwerfen zu wollen, hat dazu geführt, dass ich durch exakt geplante Einkäufe auch eine Menge Geld spare. Gute Motivation also. Und drei Regeln für weniger Lebensmittelverschwendung lauten:

  •          Exaktes Planen beim Einkaufen (heißt: Einkaufsliste schreiben und zur Not in zwei verschiedene Läden gehen)
  •          Kleine Läden nutzten (also einfach mal in den Gemüsehändler um die Ecke reingehen)
  •          Kreativ sein und zweimal überlegen (Das Beispiel oben: Was passt zu einer Süßkartoffel, was ich noch im Kühlschrank habe?)


Natürlich sind diese Regeln kein Garant, um gar kein Essen mehr wegzuwerfen. Ich mache selten eine Milch ganz leer bevor sie schlecht wird. Und habe letztens sogar eine halbe Avocado im Kühlschrank vergessen, die nicht mehr zu retten war. Aber mein Gefühl gibt mir Recht. Und einen großen Vorteil hat mein Gemüsehändler übrigens auch: Dort gibt es Baklava und Sesamringe. Zwar sind es keine Sweet Potato Fries – aber dafür muss ich auch keine 30 Minuten anstehen.




Das Rezept zu meiner Spring-Vibes-Kumpir mit Spargel, Joghurt und Kresse:

1 Kumpir
Olivenöl
Meersalz
Spargel
Butter
Kleine Tomaten
Joghurt
Quark
Kresse
Salz
Pfeffer


Die Süßkartoffel waschen, mit einem Messer mehrfach einstechen, mit Olivenöl und einer guten Prise Meersalz einreiben. In Alufolie wickeln und ab in den heißen Ofen damit. Ich habe sie bei 200 Grad ca. 70 Minuten gebacken.
Den Spargel waschen. Einen guten Klacks Butter in einer Pfanne erhitzen. Fängt die Butter an zu blubbern, Spargel dazu geben und braten. Bis er weich ist, dauert es ca. 10 bis 15 Minuten bei mittlerer Hitze.

{Wenn die Kumpir vorher ihre 70 Minuten ausgeharrt hat, einfach im ausgeschalteten Ofen lassen. So bleibt sie warm.}

Sobald der Spargel fertig ist, Tomaten für zwei Minuten mit in die ausgeschaltete Pfanne geben. Diese müssen nicht wirklich gebraten werden.

Für die Cream habe ich ca. 3 El Joghurt mit 2 El Quark vermischt und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Alles mit Kresse anrichten.




Mehr Ideen zu Spring-Vibes gibt es auch auf meinem Pinterest-Profil

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