Sonntag, 8. November 2015

Rotwein-Risotto mit Radicchio, Ziegenkäse und Hokkaido



Die Angst vor dem Licht 


Es fängt wieder an. Herbst. Und damit die Dunkelheit. Die Tage werden kürzer, Angstzustände entwickeln sich. Zumindest bei Bloggern. Nicht, weil der Weg nach Hause immer schattiger wird. Sondern weil es in der Küche immer schattiger wird. Licht? Schalter an! Und das Dilemma beginnt...
Einen Kuchen zu fotografieren, hat Vorteile. Er wird (meistens) kalt gegessen, wodurch die Linse keinen Dampf fürchten muss. Außerdem wird er (meistens) nachmittags aufgetischt, sodass genügend Zeit bleibt, ihn zu fotografieren. Denn: Zeit=Licht – aber nicht im Winter, wenn abends Zeit, aber kein Licht bleibt.
Wer keinen Blog hat, unterschätzt den Aufwand eines Posts oft. Erst wird ein Gericht überlegt, dann wird eingekauft, gekocht, fotografiert und anschließend das nur noch lauwarme Essen verzehrt. Kreativität und viel Herzblut bestimmen diesen Ablauf – und dann zerstören die Jahreszeiten die gewünschte Lichteinstrahlung...
Lösungsversuche: Entweder, es wird eine Portion übrig gelassen, um sie am nächsten Mittag anzurichten. Optional wird auch einfach keine Portion übrig gelassen und niemand erfährt von den leckeren Hähnchenkeulen. Oder, die Fotos werden Mist.



Naja. Ich denk, viele Blogger fertigen Posts in Phasen an. Es ist (wie bei mir) immer dann auffällig, wenn die Zutaten in einem wärmeren Licht gehüllt sind als das Gericht auf dem Teller. Es könnte auch an dem blauen Schimmer liegen, weswegen ich Kunstlicht verachte. Natürliches Licht strahlt blau, künstliches dagegen rötlich. Ich liebe die Farbe Blau.





Genug vom Licht. Hier geht es schließlich ums Nahrhafte. Heute: Rotwein-Risotto mit Kürbis, Radicchio und Ziegenkäse. Das Rezept stammt aus dem Kochbuch meiner Lieblingskolumnistin Elisabeth Raether, die für das Zeit-Magazin schreibt. Als Print-Liebhaber habe ich nicht nur die Zeitung abonniert (ich liebe Studentenrabatt), sondern auch ihr Kochbuch gekauft. Ein perfektes Gericht – einfach, schnell, gut vorzubereiten, raffiniert mit unterschiedlichen Geschmacksnoten. 
(Online gibt es das Rezept natürlich auch)

Das Rezept:

1 Radicchio
1/2 Rolle Ziegenfrischkäse
Balsamico
Olivenöl
Salz und Pfeffer
1 Schalotte
Butter
300 g Risottoreis
150 ml Rotwein
1 bis 1,5 l heiße Gemüsebrühe
eine Hand voll geriebenen Parmesan
1 kleinen Hokkaidokürbis
Basilikum
Radicchio auseinander zupfen, waschen, trocken tupfen. Ziegenfrischkäse in Stücke schneiden, mit dem Radicchio in eine Schüssel geben, mit Balsamico und Olivenöl beträufeln, salzen und pfeffern und für drei Stunden marinieren.
Hokkaido waschen, aufschneiden, Kerne entfernen, in Spalten schneiden und auf einem Backblech 30 bis 40 Minuten bei 200 Grad schmoren.
Gemüse-Brühe erhitzen. Schalotte würfeln. In einem Topf einen Klecks Butter erhitzen. Schalotten darin anschwitzen. Risottoreis dazu geben, kurz andünsten, mit Rotwein ablöschen, 1 Minute weiter dünsten und Kelle für Kelle die Gemüsebrühe dazugeben. (Das ist HIER in meinem ersten Risotto-Post erklärt)
Ist das Risotto fertig, einen Klecks Butter und den Parmesan unterrühren.
Auf einem Teller anrichten, erst Risotto, dann Kürbis, oben Radicchio und Ziegenkäse. Ein paar Blätter Basilikum mit anrichten.




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