Sonntag, 29. November 2015

Heiße Teller für kalte Tage



Zitternd und bibbernd schnell unter die Decke. Erst kam er gar nicht, dann eilte der Winter von heute auf morgen nach Köln. Ein paar Flocken Schnee sind auch schon gefallen. Die ersten Frostbeulen an den Händen und die ersten kalten Zehen in den sonst so warmen Schuhen.
Der Winter hat es nicht leicht mit seinem Image. Dabei bleibt es lediglich eine Sache der Auslegung. Das Framing bestimmt – und psychologische Vorlesungen lassen gerade grüßen. Also: Mit anderen Worten lässt sich Kälte viel schöner beschreiben und der Winter scheint gar kein Bösewicht mehr zu sein.
Kälte bedeutet nämlich auch Gemütlichkeit. Wegen Kälte liegt man unter einem Berg von Decken, kann ohne schlechtes Gewissen regungslos Serien im Marathon schauen, Kakao schlürfen, in extrem kalten Nächten die Sterne wie in keiner Sommernacht bewundern. Draußen bedeutet Kälte dann frische Luft zum Atmen. Nie fällt Durchatmen so leicht wie im Winter. Warm anziehen und raus! Nach dem Kakao ist schließlich vor dem Sport – oder nach dem Winterspaziergang. Um anschließend zitternd und bibbernd unter die Decke zu hüpfen und die Wärme spüren zu können.
Dazu? Den Winter mit Kakao zu überbrücken, wäre eine (folgenschwere) Möglichkeit. Wie wäre es stattdessen mit einem Pilzsüppchen? Oder lieber etwas mit heißer Tomate? Ich habe drei Rezepte meiner Lieblingssuppen gesammelt. Das Gute für zitternde Wesen nach Kälteschock: Lange Vorbereitungszeit fällt weg. Hier macht niemand den Suppenkasper! 






Champignon-Pfifferling-Suppe


Das Rezept:


250 Gramm Champignons
1 Dose Pfifferlinge
2 Schalotten 
2 El Butter
1 El Mehl
3 El Zitronensaft
¼ Liter Gemüsebrühe
2 El Crème fraiche
Kresse 

Champignons putzen und in Streifen schreiben. Pfifferlinge in einem Sieb abtropfen. Schalotten fein würfeln. 
Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Schalotten glasig anbraten. Champignons und Pfifferlinge dazu und 3 Minuten weiter dünsten. Mehl darüber geben und kurz anschwitzen. Brühe dazu schütten, Deckel drauf 10 Minuten köcheln. Crème fraiche dazu geben und mit Pfeffer, Salz und Zitrone abschmecken. Mit einem Klecks Crème fraiche und Kresse servieren. 
(Wer mag, kann die Suppe pürieren – ich finde sie mit Pilzstückchen köstlich)






Asia-Suppe


Das Rezept: 

3 große Tomaten
1 Stück Ingwer
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 El brauner Zucker
4 Limettenblätter 
1 – 2 Stangen Zitronengras 
Koriander oder Thai-Basilikum
¾ Liter Gemüsebrühe
Glasnudeln
Sesamöl

Tomaten mit kochendem Wasser übergießen, kurz im Wasser liegen lassen, anschließend unter kaltem Wasser abschrecken. Dabei entstehen kleine Risse auf der Schale, ansonsten kurz mit einem Messer einstechen. Schale runterziehen. Beiseite legen.
Ingwer schälen und fein würfeln. Frühlingszwiebeln faschen und in Ringe schneiden. 2 El Sesamöl in einem Wok (oder Topf) erhitzen. Ingwer und Frühlingszwiebeln darin abraten. 1 El Zucker darüber geben. Mit der Brühe aufgießen, Zitronengras-Stangen und Limettenblätter dazugeben. 20 Minuten köcheln lassen. Nudeln in die Brühe geben und solange weiterkochen, wie auf der Packung angeben ist (das variiert nach Nudelstärke). Die Tomaten in Scheiben schneiden, vor dem servieren ein paar Minuten mit in die Brühe geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. In Suppenteller mit Koriander oder Thai-Basilikum und ein paar Tropfen Sesamöl geben.






Tomatensuppe


Das Rezept:

2 große Dosen Tomaten (gestückelt oder Eiertomaten)
1 kleine Dose Tomatenmark oder ca. 5 El
1 Zwiebel
½ Liter Gemüsebrühe
1 Orange
Joghurt
1 Hand voll Parmesan 
(wenn vorrätig schwarzen Sesam)


Die Zwiebel in kleine Würfel hacken. In einem Topf mit ein bisschen Öl anbraten. Das Tomatenmark dazugeben und kurz anbraten. Mit den Dosentomaten ablöschen, Brühe und Saft der Orange dazu. Aufkochen lassen. Bei niedriger Flamme köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, gegebenenfalls etwas Chili dazu geben. 
Für die Parmesan-Cracker den Käse als kleine, flache Häufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und im heißen Ofen bei 190 Grad ungefähr 6 Minuten backen. Rausnehmen und ein paar Minuten ruhen lassen, damit die Cracker hart und knusprig werden. 

Suppe in Teller geben, einen Klecks Joghurt darauf verteilen und mit den Crackern servieren. 
Kefir schmeckt übrigens köstlich dazu! 






Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Blogger Template designed By The Sunday Studio.