Montag, 5. Oktober 2015

Kürbis-Curry



The Green One

 

Kürbissuppe. Ich kann sie leider nicht mehr sehen. Zubereitet mit einer Dose Kokosmilch und einem Garnelenspieß drauf. Setzt es mir vor und ich laufe weg. Die Kürbissuppe feierte blöderweise nicht nur 5-Minuten-Ruhm, sondern wurde vom Food-Trend zum Food-Mainstream. Plötzlich meinte jeder, den kleinen Hokkaido quälen zu müssen. Gibt es noch anderes außer Kürbissuppe? Ja! Kürbis schmeckt auch im Stück, nicht püriert, optional dennoch mit Kokosmilch. Im Backofen ist es köstlich, gebacken mit ein wenig Speck, anschließend serviert auf ein wenig Feldsalat und anderen lustigen Zutaten aus der Herbstkiste. Damit ist das Rad nicht neu erfunden, es bietet aber ein Weg aus dem Suppen-Teufelskreis.
So wie dieses Curry. Dieses Curry revolutioniert die Kürbis-Küche – habe ich mich nicht sagen gehört, lecker war es trotzdem. Das grüne Curry ist mir das liebste. An dem roten habe ich mich so satt gegessen wie an Kürbissuppe. Mein Worst Case sozusagen: Kürbissuppe mit Kokosmilch und roter Currypaste. Nene, wir bleiben hier mal schön bei der grünen Paste, die ich vorbildlich nicht selber gemacht, sondern im Asia-Laden gekauft habe. Mein liebster Glutamat-Asia-Imbiss ums Eck benutzt schließlich ebenfalls eine solche. Zu dem Kürbis und dem grünen Curry gesellen sich eine Menge Gemüse und Gewürze. Zum Schluss kamen Cashew-Nüsse und Koriander drauf. Beim Betrachten der Schüssel dachte ich dann: Es mag vielleicht kein Mainstream-Kürbis sein, dafür aber ein ziemliches Mainstream-Curry...








Das Rezept:

1 kleiner Hokkaido-Kürbis oder die Hälfte eines großen
1 kleiner Klotz Tofu 
2 Möhren
1 kleine Aubergine
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 Gemüsezwiebel
1 Hand voll TK-Bohnen 
1 Stück Ingwer
1 Stück Chili (Schärfe nach Belieben auswählen) 
½ Limette
2 Limettenblätter 
Grüne Currypaste
Kokosmilch
250 Ml Gemüsebrühe 
Brauner Zucker 
1 Hand voll Cashew-Nüsse
Koriander nach Bedarf 

Kurze Anmerkung: 
  •  Die Bohnen habe ich mit ins Curry gepackt, weil mich die kleine Portion in meinem TK-Fach nervte
  •  Im TK-Fach liegen auch Limettenblätter. Ich habe im Asia-Laden eine Packung gekauft und sie eingefroren. Sie verleihen dem Gericht eine gewisse Frische. Wer keine hat, kann auch statt einer halben Limette eine ganze Limette nehmen.
  •  Statt Aubergine schmeckt auch Zucchini
  •  Tofu kann weggelassen werden. Schmeckt auch mit jeder Art von Fleisch oder einfach nur mit Gemüse
  •  Es schmeckt natürlich auch die rote Currypaste...
  •  ... und ein bis zwei Knoblauchzehen


In einer beschichteten Pfanne die Cashews ohne Öl bei mittlerer Hitze anrösten. Wenn sie braun sind, in eine Schüssel damit und die Pfanne zurück auf die Herdplatte stellen. Drei Esslöffel Pflanzenöl darin erhitzen. Den Tofu in Würfel schneiden und von allen Seiten anbraten. Hitze runterstellen, Tofu in der Pfanne (wenn wenig Öl verwendet wurde) oder auf einem Küchenkrepp (wenn die Würfel noch schwimmen) auskühlen lassen. 
Kürbis waschen, aufschneiden, Kerne entfernen, Möhre schälen, Aubergine und Frühlingszwiebeln waschen, Gemüse in Streifen und Würfel schneiden. Zwiebel in Ringe schneiden. 
Zitronengras und Chili waschen, Ingwer schälen, alles in kleine Stücke und Würfel schneiden. 
In einer Pfanne oder in einem Wok 3 Esslöffel Pflanzenöl erhitzen. Zwiebeln anbraten. Nach 2 Minuten zwei Teelöffel Currypaste, Ingwer und Chili dazugeben. Anbraten und nach weiteren 2 Minuten Kokosmilch, 2 Tl Zucker, Saft einer halben Limette und Limettenblätter dazu, kurz aufkochen lassen. Gemüsebrühe, Zitronengras, Kürbis und Möhren ebenfalls zugeben. Hitze reduzieren. Nach 5 Minuten kommen Aubergine, Tofu, grüne Bohnen und Frühlingszwiebeln dazu, Limettenblätter dafür rausfischen. Gute 5 bis 7 Minuten darf das Gemüse vor sich hin garen. Aus Schüsseln essen und mit Cashews und Koriander servieren. 




Kürbis geht doch immer! Deshalb auch gerne: 
Pumpkin-Pancakes
Pumpkin-Spice-Earl-Grey
Pumpkin-Pie
Pumpkin-Cupcakes 
und tadaaaa 
Kürbis-Brot 

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