Montag, 7. September 2015

Reisnudelsalat





Reize, Anreize und Reizüberflutung 


Es gibt spontane Anreize. Ein Reiz, der etwas antreibt. Etwas, was ausprobiert werden will. Etwas, was du nicht mehr aus dem Kopf bekommst. Das können aktive Handlungen sein. Ich irrte letztens über eine Stunde in einem Asia-Supermarkt paralysiert wegen einer Reizüberflutung umher. Ich wollte Glasnudelsalat von Jamie Oliver machen. Und was wurde es? Reisnudelsalat. Weil mein spontaner Anreiz, das Rezept ausprobieren zu wollen, von einer Überflutung meiner Sinnesorgane überrascht wurde... Dieser Blog-Beitrag könnte dafür stehen, warum ich mein Blog gewechselt habe und nicht nur backe, sondern auch koche. Denn Kreativität und Anreize fangen schon beim Einkaufen an. Und das ist für mich nirgends so spannend wie beim Kochen.


Wovon schreibe ich hier eigentlich? Es gibt einen asiatischen Supermarkt in Köln, in dem ich mich verlaufen habe. Ich brauchte: Glasnudeln. Vorab wusste ich schon, dass es auch Reisnudeln sein können. Vorab wusste ich nicht, dass es etwas völlig anderes wird. Ich bin ein totaler Schussel und schreibe mir immer auf, wenn ich etwas aus dem Supermarkt brauche. Auch wenn es nur eine Sache wie eine Packung Glasnudeln ist. Der Supermarkt heißt „Heng Long“ und befindet sich an der Aachener Straße in Köln. Ich kaufte Kokossäfte (normal und geröstete Kokosnuss), thailändisches Bier, kleine Maiskolben, Sojabohnen, frischen Tofu, Soba-Nudeln, breite Reisnudeln, schwarzen Sesam, Thaibasilikum und Limettenblätter. Ich hatte noch andere Dinge im Korb, aber ich wusste, ich würde sie nicht rechtzeitig essen und legte sie wieder zurück. An den Hühnerbeinen bin ich einfach nur stehengeblieben, vor dem Kilosack Glutamat weggelaufen. Deshalb kaufte ich Sachen, die ich direkt verarbeiten werde. Die Limettenblätter habe ich bis auf ein paar eingefroren, so wie das Thai-Basilikum. Ich hatte so eine Idee, zu der noch Limetten, Ingwer und einige weitere Zutaten gehörten. Im Nachhinein täten dem Rezept zwei El Fischsoße gut. Aber es schmeckt auch so:




Das Rezept: 

Reisnudeln 
Tofu (so viel ihr mögt)
Sojasprossen (zwei Hände voll)
Gurke (für zwei Personen geht auch eine ganze)
Kleiner Mais (ein Glas oder eine Dose für zwei Personen)
Ingwer (ein daumengroßes Stück)
Limette 
Sojasoße
Chili (je nach Schärfe-Wunsch) 
Brauner Zucker
Thai-Basilikum (2 Stängel, optional Koriander)
Sesam
Sesamöl oder anderes Pflanzenöl wie Sonnenblume oder Raps 

Reisnudeln nach Packungsanweisung kochen bzw. garen. Tofu in kleine Würfel schneiden. Gurke mit einem Spiralschäler oder einem Messer in dünne Streifen schneiden. Den kleinen Mais abtropfen und in breite Stücke schneiden. Sojasprossen und Thai-Basilikum waschen.
In einer Pfanne ein wenig Sesamöl erhitzen. Tofu von allen Seiten abraten und auf einem Stück Küchenkrepp ein paar Minuten erkalten. In der selben Pfanne die Sojasprossen kurz anbraten, 2 bis 3 Minuten reichen, damit sie gar, aber weiterhin knackig sind. 
Zum Dressing. Ich habe mit 7 El Sojasoße angefangen, 2 El Sonnenblumenöl, ein Viertel der Chili extrem fein gehackt, eine halbe Limette ausgepresst und alles mit 2 El braunem Zucker vermischt. Fehlt was? Zucker, Soja-Soße oder die oben bemängelte Fischsoße? 
Wenn sie schmeckt, kommen die vorbereiteten Zutaten und das Thai-Basilikum in eine große Schüssel. Darüber wird das Dressing gegeben und alles gut vermischt. Wer Zeit hat, lässt den Salat ein bisschen ziehen. Wer ungeduldig ist, isst. Aber vorher mit Sesam bestreuen. 







Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Blogger Template designed By The Sunday Studio.