Montag, 4. Mai 2015

Von Zimtschnecken und dem gelben Hinterland




Geliebtes Hinterland, Willkommen im Hinterland. 
Ich liebe Städte, ich liebe Köln. Ich mag es, durch die Straßen zu gehen, im Park zu liegen, dem Trubel dennoch nie entkommen zu können. Die vielen Möglichkeiten, Restaurants, Cafés, Bars. Wenn man aus einem Städtle mit 50.000 Einwohnern kommt, mag man es, auch einfach mal niemanden auf der Straße zu kennen.
Ich stehe mit meiner Heimatstadt ein wenig auf Kriegsfuß. Und doch zieht es mich immer wieder zurück ins Hinterland. Letztes Wochenende sogar ein paar Tage länger als sonst. Denn eines hat die Stadt nicht: Rapsfelder. Überall blüht der Raps, die Landschaft färbt sich gelb. Natürlich musste ich gleich mit meinen Gummistiefeln ins Feld reinspringen. Die Idee mit der zerrissenen Jeans konnte dabei auch nur von mir kommen. Aber irgendwann mussten ja die ersten Mückenstiche folgen. Wenn ich das nächste Mal dort bin, sind die Felder bestimmt schon wieder verblüht.


So ein verrücktes Huhn wie ich springt aber nicht einfach ins Rapsfeld, ohne ein paar Blüten für den Sonntagskuchen mitzunehmen. Seit Tagen schon machte sich dieses dringliche Verlangen nach Zimtschnecken bemerkbar und war am Sonntag nicht mehr zum Aushalten. Warum? Weil ich Urlaub im Zimtschnecken-Land plane. Wie wohl das Hinterland hinter Stockholm, Göteborg oder Malmö sein wird...? Für Tipps bin ich übrigens dankbar.



Schnecke, wie waren die Zimtschnecken? Lecker! Nicht zu süß, mit Frischkäse und Rhabarber-Erdbeer-Kompott von Mutti. Arbeitsteilung halt. Ein bisschen mehr Zimt hätten sie vertragen. Aber das ist alles eine Frage des Geschmacks. Kommt auf den Frischkäse eine Prise Zimt mehr drauf.

Das Rezept:
180 Gramm Weizenmehl und 180 Gramm Dinkelmehl* mischen. Eine Prise Salz und 50 Gramm Zucker dazugeben. In einem Topf 45 Gramm Butter und 120 Ml Milch erwärmen. In das Mehl eine Kuhle formen und mit einem Ei und der Butter-Milch füllen. Dort hinein einen Würfel frische Hefe zerbröseln und alles kräftig durchkneten – am besten mit den Händen!
Die Kugel an einem warmen Ort 2 Stunden ruhen lassen. Auf einer bemehlten Fläche ausrollen und mit zerlassener Butter bestreichen. Ich habe ca. 2 bis 3 El Butter genommen. Darauf Zimt und braunen Zucker streuen.
Den Teig von einer Seite aufrollen und in Stücke schneiden. Die Stücke in einer Springform nebeneinander setzen und zugedeckt weitere 30 Minuten gehen lassen:



Im vorgeheizten Ofen dürfen die Schnecken 25 Minuten bei 180 Grad backen. Vor dem servieren ein paar Minuten warten. Ein Klecks Frischkäse, Rhabarber-Kompott oder für die ganz Süßen Zuckerguss dazu reichen.

*Man merkt, das Rezept ist ein amerikanisches. Allerdings habe ich weniger Zucker genommen und das Mehl gemischt. Es geht natürlich auch nur mit Weizenmehl.






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