Sonntag, 1. März 2015

Street Food Festival in Köln: Warten, essen, von Urlaub träumen


Eine Schlange, lang, fast unendlich. Der Beginn, praktisch auf der Vogelsanger Straße. Das Ende. Genau dort. Beim Street Food Festival muss nicht mal mehr Hunger mitgebracht werden. Der kommt auf dem Gelände automatisch. Es kommt sich auf viel Wartevermögen an. Wer Wartevermögen hat, gewinnt. Und das lohnt sich: Gerüche, Farben, Geschmacksparty. Street Food aus der ganzen Welt minimiert auf dem alten Güterbahnhof in Ehrenfeld.

Die Ersten kapitulierten schon vorm Eingang. Glück für die mit Wartevermögen und weniger Hunger.  Wer zu viel Hunger hatte, ging Game over. "45 Minuten warten? Ich will jetzt was essen! Lass uns gehen!" - hörte ich ca. 6 Mal. Wer schon mal beim Nachtflohmarkt vor Jack in the Box anstand, konnte den Warte-Schock verdauen. 45 Minuten später gab's den Food-Flash. Von China, bis Japan, über Jamaika, Eritrea, England und zurück nach Taiwan. Dazwischen Burger, Sandwiches, Hot Dogs. Gillrauch, zog sich von Bude zu Bude. Soßen in allen Farben, Kräuter- und Gewürzmischungen für den individuellen Schliff. Jeder Anbieter versuchte mit extravaganten Mischungen zu locken. 
Blieb nur noch die Frage: Surf&Turf Burger, Hot Dog mit Chorizo, Risotto-Bällchen oder doch in Cidre eingelegtes Rindersteak? 

Risotto-Bällchen sind beim nächsten Mal dran. 

Hier gab es den Surf&Turf-Burger.

Was für ein Wurst Case Szenario! 


Ich stellte mich beim Wurst Case Szenario an, dem Foodtruck der Fetten Kuh aus der Südstadt. Auserwählt war der Chorizo-Hot-Dog. Geil! Sehr geil! Ein wenig zu salzig für mich, aber ich bin da auch etwas empfindlich. Das Brötchen hatte natürlich keine pappige Konsistenz, sonder war griffiger. Die Wurst schön fein, dazu eine Art Kraut, abgestimmt zu den gerösteten Chorizo-Stückchen. Der Preis mit 5,50 Euro war auch noch ziemlich fair. 

Lust auf mehr ging es weiter in die Halle. Und zum Aufwärmen. Ob Winterschuhe oder nicht. Wer ansteht, hat bei der Kälte keine Chance. Dazu sind wir - typisch Studentenleben - auch erst gegen 5 Uhr Richtung Jack in the Box losgegangen. Da verabschiedete sich die Sonne recht schnell. 

Das normale Hot Dog schmeckte meiner Begleitung auch gut.

Chorizo-Hot-Dog

Aufwärmen und weiter schlemmen. 


Das Getümmel ging weiter, mit cooler Musik und noch mehr Buden. Marshmallows mit warmer Soße, Crepes, mehr Burger, und dem Eritrea. Dieser hatte Injeras. Ein Fladenbrot, extrem luftig und fluffig aus einer Art Sauerteig. Ich bestellte eines mit Linsen. Wieder sehr geil! Und mit 4 Euro gerechtfertigt. 

Da musste noch etwas Süßes zum Abschluss her. Wir warteten also auf einen Kaffee, um uns das Warten in der Kälte für frittierte Oreos etwas wärmer erscheinen zu lassen. Schrieb ich oben: Wer Wartevermögen hat, gewinnt? Wir standen 20 Minuten, spürten keine Zehen mehr, konnten das Fett schon riechen. Da stellte sich zwei Plätze vor uns der Budenbesitzer auf und erklärte: Oreos sind ab hier aus! 
Bitter. Aber ich wollte noch etwas Süßes. An den Crêpes war mittlerweile auch eine Schlange von 40 Leuten, an den Sweet Treats aus England vielleicht nur 25 - aber ein Japaner hatte tatsächlich noch ein Stück Matcha-Cheesecake für mich, ganz ohne Anstehen. 

Marshmallows im Überfluss.

Injeras aus Eritrea mit Linsen.

Matcha-Cheesecake.

Das Street Food Festival fand zum vierten Mal in Ehrenfeld statt und ich habe es endlich geschafft. Die Preise fand ich fair und lagen zwischen 5 und 12 Euro. Es war halt nur sehr voll und kalt, ein paar Feuerstellen oder Heizkörper wären nicht schlecht gewesen. 


hmm... der schmeckt!

true words...


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Blogger Template designed By The Sunday Studio.