Dienstag, 13. Mai 2014

Tarte zum Muttertag... mit Rhabarber, Cupcakes und ganz viel hmmm...



Nein, ich habe Muttertag nicht vergessen. Deshalb konnte ich am Sonntag keinen Post hochladen. Für die digitale Welt blieb keine Zeit. Es war schließlich Muttertag! Aber lieber später als nie - wie der kleine Lord, Pardon, wie Mr Hobbs zu sagen pflegt. 
Mein Wochenende war endlich mal wieder etwas entspannt. Ich war Samstag und Sonntag bei meinen Eltern und habe mit meiner Mutti den Muttertag schon etwas vorgefeiert. Das Dilemma: Wir bekamen nachmittags Lust auf etwas Süßes, haben in unserer Heimatstadt aber tatsächlich kein Café, das nach 14Uhr am Samstag noch auf hat. Das ist kein Witz! Also sind wir vom Vorort kurzentschlossen in die schöne Kaiserstadt hineingefahren. Ich konnte es tatsächlich nicht glauben, dass ich seit Januar nicht mehr in Aachen war. Und wie so oft hat es in Strömen geregnet. Aber in Aachen trübt der Regen nicht so schnell das Stadtbild wie in der anderen Domstadt.
Wenn ich in Köln die Domspitzen nicht sehe, hat das nur viel Regen und tiefe Wolken zu bedeuten. Das kommt schon mal öfter vor. Wenn ich aber in Aachen die Domspitze nicht sehe, muss dagegen extrem dicker Nebel über der Stadt hängen. Der Dom ist halt wirklich klein... aber fein, jaja. Ich will hier schließlich keine Beschwerden hören. Nur seit ich in Köln wohne, kommt mir der Aachener Dom tatsächlich immer kleiner vor.
Zurück zum Café-Dilemma. Die Lösung der Probleme haben wir bei Cuperella gefunden. Ich kann mich nur wiederholen: Ich LIEBE den Laden. Es gab diesmal ein Bagel (Mutti hatte einen mit Schinken, ich mit Birne und Camembert) und zum Nachtisch einen leckeren Cupcake. Mutti hatte eine herrlich frische Variante mit Himbeeren und Vanille. Nach dem Käse hatte ich allerding Lust auf etwas Schokoladiges. Der Double-Chocolate war aber doch zu viel und so entschloss ich mich für den Veganer. Das Topping war eine Himbeercreme und der Schokoteig schmeckte wie anderer Schokoteig auch. Die Veganer haben es also gar nicht so schlecht wie man denken mag. 
Eigentlich haben wir Muttertag auch gar nicht vorgefeiert, denn so kleine Café-Ausflüge machen wir öfters... 


Der einzige Fleck Frühling in Aachen war vor Cuperella.

Tiefe Wolken, aber der Dom immer noch in Sicht.


Sonntags gab es dann noch etwas Selbstgemachtes. Im Garten wächst der Rhabarber nur so vor sich hin und ist erntereif. Da lagen Rhabarbertörtchen nahe. Schon im letzten Jahr gab es Tartelettes mit Beeren und ich finde, zu Mutti passen so kleine Schlemmereien perfekt. Auf dem Blog Frau Zuckerstein habe ich ein Rezept gefunden, dass ich umbedingt ausprobieren wollte. Es ging sehr einfach und das Ergebnis schmeckt himmlisch. Die frische Creme passt super zum säuerlichen Rhabarber und wird von dem Baiser perfektioniert. Für Mutti eben nur das Beste!

Erntereifer Rhabarber aus Muttis Garten


Das Rezept: 
Für den Mürbeteig wurden 250 Gramm Mehl, 1/2 TL Backpulver, 125 Gramm kalte Butter, 120 Gramm Zucker und 1 Ei zu einem glatten Teig verknetet. In einer Frischhaltefolie eingewickelt darf er eine Stunde im Kühlschrank ruhen. Anschließend wird er in Tartelettes-Förmchen (ich habe vier große und zwei kleine genommen) gedrückt und blind bei 200 Grad 15 Minuten gebacken. 
Für die Creme werden 300 Gramm Rhabarber geschält und in kleine Stücke geschnitten. In einer Schüssel 300 Gramm Frischkäse und eine Vanilleschote verrühren. Zwei Eier, 125 Gramm Zucker und zwei El Speisestärke dazugeben. Alles zu einem glatten Teig schaumig schlagen, auf die Tartelettes geben und den Rhabarber oben drauf verteilen. Die Tartelettes dürfen für 15 bis 20 Minuten zurück in den Ofen bei 220 Grad. 
Für die Baiserhaube werden drei Eiweiß angeschlagen und mit 85 Gramm Zucker so lange verquirlt, bis keine Zuckerkristalle mehr zwischen den Fingerspitzen zu fühlen sind. Mit einer kleinen Tülle wird der Baiser auf die Creme verteilt. Ich habe fürs Flambieren einen Küchenbrenner benutzt. Ihr könnt die kleinen Küchlein aber auch für ein paar Minuten zurück in den Ofen stellen und den Grill anmachen. Bleibt auf jeden Fall dabei, weil die Spitzen ganz schnell braun werden. 
Zum Schluss nur noch Kaffee, Tee oder vielleicht doch den Eierlikör auf den Tisch stellen und genießen. 

Nicht nur an Mutti, auch an die Oma denken: Die Platte hat sie noch handbemalt.


Nicht zu nah an den Kuchen stellen. Maiglöckchen sind nicht nur schön, sondern auch giftig.


1 Kommentar:

  1. Oh bei dir machen sich meine Törtchen auch nicht schlecht...sehen toll aus und waren bestimmt genauso lecker wie bei mir. =)

    Liebste Grüße
    Tanja
    (frauzuckerstein.de)

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